6. Szene: Filme in „Real Time“

In dieser Woche geht es um Filme, die ein ganz klares Merkmal aufweisen: Die Zeit, die in der Film, also in der Erzählung, verstreicht, ist dieselbe wie die, die vergeht während man den Film anschaut. Was im Theater ganz gängig ist, kommt in der Filmwelt eher selten. Obwohl hier ja die Geschichte der Bewegtbilder ihren Anfang nahm. Der Film begann Ende des 19. Jahrhunderts als Momentaufnahme, als Dokument verstreichender Zeit. Erst mit dem Schnitt führten die frühen Filmemacher die Montage als erzählerisches Stilmittel ein – was seither überhaupt nicht mehr wegzudenken ist.

Wenn in einem Film erzählte Zeit und Erzählzeit übereinstimmen, also gleich schnell verstreichen, spricht man von Zeitdeckung. Wie zum Beispiel in Alfred Hitchcocks „Cocktail für eine Leiche“. Sandra hat über den Film geschrieben.

Auch „Die zwölf Geschworenen“ von Sidney Lumet macht Gebrauch von diesem Stilmittel und erzeugt zumindest die Illusion von „Zeitdeckung“. Felix hat dazu gebloggt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.